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Panorama der Stadt Landau in der Pfalz
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13.04.2017

»Austausch alter Heizungspumpen lohnt sich schnell und schont die Umwelt«: Lebhafte Diskussion bei Themenabend der Stadt Landau und der Energieagentur Rheinland-Pfalz

Eine alte Heizungspumpe verursacht, je nach Modell, Stromkosten von mehr als 100 Euro pro Jahr. Wer sich ein neues Modell einbauen lässt, kann den Stromverbrauch und diese Kosten um 80 bis 90 Prozent reduzieren. Alle Informationen hierzu erhielten kürzlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „Raus mit den alten Heizungspumpen“ der Stadt Landau und der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Als Experten waren Energieberater Michael Mager von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Heizungstechniker Markus Frank und Harald Gassmann von der Innung Sanitär-Heizung-Klima Südpfalz zugegen. Sie erläuterten, dass ältere Heizungspumpen-Modelle, die noch in einer Vielzahl von Heizungskellern verbaut sind, an zirka 5.000 Stunden im Jahr zwischen 90 und 140 Watt Leistung benötigen, während moderne Hocheffizienzpumpen das Wasser im Heizkreislauf mit nur 7 Watt Leistung umwälzen. Bei einem Strompreis von 26 Cent pro Kilowattstunde liegen die jährlichen Stromkosten also statt bei 117 bzw. 182 Euro nur noch bei 9 bzw. 10 Euro, stellten die Fachleute anschaulich an Modellen dar.

Im schlechtesten Fall amortisiere sich der Austausch einer Heizungspumpe innerhalb von viereinhalb Jahren, meist aber schon nach drei Jahren. „Eine neue Pumpe kostet inklusive Montage um die 400 Euro“, erläuterte Markus Frank. Betrachte man die Einsparung alleine der Stromkosten, mache sich der Einbau schnell bezahlt.

Dazu kommt die Förderung des Bundes: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Energieeffizienzmaßnahmen wie den Pumpenaustausch mit 30 Prozent Zuschuss auf die Nettokosten. „Die Beantragung und Abwicklung dieser Fördermittel ist unkompliziert und schnell gemacht“, so Markus Frank. „Nur muss man darauf achten, dass man sich VOR Beginn des Pumpen­austausches online beim BAFA registriert.“

Für die Kunden der örtlichen EnergieSüdwest AG steht ein weiterer Fördertopf bereit, der unabhängig von der BAFA-Förderung angezapt werden kann: Der Energieversorger fördert den Austausch mit 50 Euro pro Heizungspumpe.

In der regen Diskussion kamen bei der Veranstaltung in Beiträgen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor allem der positive Umweltaspekt durch die hohe Energieeinsparung zur Sprache sowie die Schwierigkeit, das richtige Angebot und den richtigen Fachmann für die Beratung hinsichtlich Energieeffizienzmaßnahmen im Heizungsbereich zu finden. Harald Gaßmann von der Innung betonte: „Wenn Sie etwas nicht verstehen oder unabhängige Tipps bekommen wollen, können Sie sich jederzeit an die Kreishandwerkerschaft bzw. die SHK-Innung wenden.“ Informationen finden sich auch auf der Internetseite www.khsdw.de.

Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm bedankte sich für die interessanten Beiträge und hofft, dass viele Landauerinnen und Landauer Anregungen zu einfachen Maßnahmen wie dem Austausch von Heizungspumpen aufgreifen. „Die Stadt Landau tut bereits viel in Sachen Klimaschutz“, so Isa Scholtissek von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. „Aber die Kommune alleine kann mit ihren Maßnahmen nicht allzu viel ausrichten – lediglich etwa zwei Prozent des gesamten Energieverbrauchs fallen in städtischen Einrichtungen an. Um den Energieverbrauch sichtbar zu drücken, müssen alle Landauerinnen und Landauer mitziehen.“

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