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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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04.10.2017

Aktiver Umwelt- und Hochwasserschutz, außerschulischer Lernort und hochwertiges Naherholungsgebiet: Renaturierter Queichabschnitt zwischen Schneiderstraße und Queichanger offiziell freigegeben

Die Stadt Landau ist um eine Attraktion reicher: Nach sechs Jahren Planung und Bau konnte der renaturierte Queichabschnitt zwischen Schneiderstraße und Queichanger jetzt seiner Bestimmung übergeben werden. Parallel zum eigentlichen Flussverlauf ist ein zweiter, naturnaher Queicharm entstanden, an dessen Ufer sich ein Gewässerparcours mit verschiedenen Lern- und Spielstationen befindet. Das Modellprojekt wurde im Zuge der „Aktion Blau Plus“ mit 716.000 Euro zu 100 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz finanziert; Kooperationspartner vor Ort sind die Stadt, das Eduard-Spranger-Gymnasium und die Universität Koblenz-Landau.

„Was lange währt, wird endlich gut“, empfing Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm die Gäste zur offiziellen Einweihungsfeier. Das Projekt habe sich in der Vergangenheit immer wieder durch externe Faktoren verzögert, umso mehr freue er sich, den renaturierten Queichabschnitt mitsamt Gewässerparcours nun freigeben zu können, so Klemm. „Ein besonderer Tag für die Stadt Landau, ihre Schulen und ihre Universität“, fasste der Umweltdezernent zusammen. „Der neue, naturnahe Queicharm bietet seltener Flora und Fauna eine Heimat, stellt zugleich aber auch einen effektiven Hochwasserschutz, einen hochwertigen Naherholungs- und Aufenthaltsbereich sowie einen großartigen außerschulischen Lernort dar. Mein Dank gilt dem Land sowie allen Beteiligten vor Ort, die geholfen haben, das Großprojekt umzusetzen.“ Koordiniert wurde die Renaturierungsmaßnahme durch das städtische Umweltamt, allen voran Mitarbeiter Ralf Bohde, der bei der Stadt für den Gewässerunterhalt zuständig ist.

Zur Einweihung war auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken nach Landau gekommen. Sie betonte die Bedeutung des durch Landesmittel realisierten außerschulischen Lernorts. Dieser stelle eine hervorragende Möglichkeit dar, um Schülerinnen und Schülern naturwissenschaftliche sowie Umweltbildungs-Themen zu vermitteln. Vom Engagement des Eduard-Spranger-Gymnasiums zeigte sich die Ministerin begeistert. Die Schülerinnen und Schüler hatten im Unterricht verschiedene Kunstwerke geschaffen, die nun am Uferbereich des renaturierten Gewässerabschnitts zu sehen sind. Die Einweihungsfeier unterstützten sie zudem mit Performances sowie einem musikalischen Beitrag des sinfonischen Blasorchesters der Schule.

Auch Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Ingenthron dankte den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften des ESG für deren Einsatz. „Die Jugendlichen haben den neu geschaffenen Bereich an der Queich auf kreative Weise mit Leben erfüllt und werden dies sicherlich auch künftig tun“, so Dr. Ingenthron. „Der renaturierte Gewässerabschnitt stellt eine enorme Bereicherung für die Stadt Landau, vor allem aber auch für unsere Schullandschaft dar. Nicht nur das ESG, sondern alle Landauer Schulen können das naturnahe Gewässer künftig besuchen und die gewonnenen Erkenntnisse in ihren Biologie- oder Chemie-Unterricht einfließen lassen.“

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