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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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08.09.2017

Große Projektentwicklung »Ufersche Höfe« im Herzen der Stadt Landau: Im Altstadtquartier Kleiner Platz - Theaterstraße - Königstraße - Kramstraße entstehen innerstädtisches Wohnen, Einzelhandel und Büros

Ein Meilenstein der Landauer Innenstadtentwicklung: Das Gründungsareal der Unternehmerdynastie Ufer im nordöstlichen Altstadtquartier wurde an einen Projektentwickler verkauft und soll bis 2021 einer neuen Nutzung zugeführt werden. Auf dem rund 3.700 m² großen Grundstück entsteht ein Nutzungsmix aus innerstädtischem Wohnen, Einzelhandel und Büros. Stadtspitze, Stadtverwaltung, Projektentwickler und Voreigentümer haben die Planungen für das Großprojekt mit dem Namen „Ufersche Höfe“ jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Die geplante Quartiersentwicklung wird die Landauer Fußgängerzone weiter aufwerten und zur architektonischen Entwicklung dieses Bereichs der Altstadt beitragen“, ist Oberbürgermeister Thomas Hirsch überzeugt. „Innenstädte leben vom Handel, vom Wohnen und von der städtebaulichen Struktur. Das Projekt «Ufersche Höfe» setzt in allen drei Bereichen Akzente und wird vor allem die Theaterstraße weiter beleben – ein Prozess, der mit der Ansiedlung von mehreren gut frequentierten und spezialisierten kleinen Geschäften bereits begonnen hat.“

Das Quartier, das nun entwickelt werden soll, wird nördlich durch die Kramstraße, westlich durch den Kleinen Platz und südlich durch die Theaterstraße begrenzt. Das Areal umfasst die Hausnummern Theaterstraße 11, 13, 15, 17 und 19, Kramstraße 6, 12 und 14 sowie Kleiner Platz 5, 7 und 9. Über die Hälfte des frühreren Werkgeländes sind leerstehend und werden unter anderem als Lager sowie für Stellplätze genutzt. Das Gebäude Kleiner Platz 9 und Teile der Theaterstraße 19 sind denkmalgeschützt; das Gebäude Kramstraße 14 befindet sich in der Denkmalzone „Untertorplatz“. Insgesamt sollen rund 6.700 m² Nutzfläche entstehen, davon ca. 5.000 m² für Wohnen und ca. 2.000 m² für Gewerbe.

Die PadA Immobilien-Projektentwicklung GmbH mit Sitz in Speyer hat das Grundstück erworben. Sie entwickelt Wohnungsbauprojekte in Neubau, Bestand und Denkmalschutz in der Region Rhein-Neckar und hat sich auf Bestandsgebäude in zentraler Innenstadtlage spezialisiert. Unter anderem ist das Unternehmen in einem Gemeinschaftsprojekt für die Entwicklung des Gebäudes in der Marktstraße 88 mitverantwortlich. Durch die Entwicklung der „Uferschen Höfe“ entstehe nun dringend benötigter Wohnraum im Kernbereich der Stadt Landau, betonen die Geschäftsführer Stefan Johann, Dr. Sebastian Johann und Andreas Günther. Entstehen soll eine Mischung aus aufgewerteten Bestandsgebäuden und Neubauten mit Wohnungen in unterschiedlichen Größenklassen. Die Entwickler freuen sich darauf, das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt zu verwirklichen und danken der Stadtspitze sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Fachämter, bei der Vorstellung vertreten durch Bauamtsleiter Christoph Kamplade und Wirtschaftsförderer Martin Messemer, für die gute Zusammenarbeit.

Voreigentümer Prof. Fritz Strack wird die Projektentwicklung begleiten. Bei der Präsentation der Planungen stellte er die Geschichte des Stammhauses Ufer in der Landauer Alstadt vor. So begann die Geschäftstätigkeit der Familie im Jahr 1790, als Johann Gottfried Ufer, ein Gürtler und Gelbgießer, seinen Handwerksbetrieb auf dem Gelände eröffnete. Nun gelte es, aus dem Alten Neues zu schaffen, ohne das Alte zu verraten, so Strack. Er sei überzeugt, dass dies im Zusammenspiel von Projektentwickler und Stadt auch gelingen werde.

Auch Bürgermeister Dr. Ingenthron begrüßt, dass das geplante Bauprojekt einen Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft schlage. „Das nordöstliche Altstadtquartier nimmt im historischen Stadtgrundriss eine bedeutsame Stellung ein – nicht zuletzt, da es während des großen Stadtbrandes im Jahr 1689 nicht zerstört wurde“, so der Baudezernent. „Dieses Areal wird nun in einer behutsamen Weiterentwicklung einer neuen Nutzung zugeführt. Die Innenstadt ist «in» – und das Projekt der „Uferschen Höfe“ist dafür ein weiterer herausragender Beweis.“

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