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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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29.11.2017

Presse-Information der Diakonissen Speyer-Mannheim zum Spatenstich für das stationäre Hospiz in Landau

Dank großem bürgerschaftlichem Engagement kann der Bau des stationären Hospizes auf dem Gelände der Diakonissen in der Landauer Bodelschwinghstraße beginnen.

Mehr als 700.000 Euro wurden seit Gründung des Fördervereins „Ein Hospiz für Landau und die Südliche Weinstraße“ gespendet. Ob Privatpersonen, Unternehmen oder Vereine und Initiativen – alle haben sich ins Zeug gelegt und mit Aktionen, Festen, Konzerten, Theateraufführungen und vielem anderen Geld für den Bau des Hospizes gesammelt. „Mein tiefempfundener Dank gilt all den Menschen, die auf vielfältige Weise unser Vorhaben nicht nur finanziell, sondern auch ideell unterstützen“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Oberbürgermeister Thomas Hirsch, beim Spatenstich am 28. November. „Ich hoffe, dieses Engagement hält weiter an, so dass wir als Förderverein das Hospiz Bethesda Landau auch in Zukunft unterstützen können.“

Der eingeschossige, kreuzförmige Bau entsteht auf dem Gelände von Bethesda Landau und soll ein Ort der Gastfreundschaft sein, an dem Sterben ein Teil des Lebens ist. „Sterbende stehen somit nicht am Rande der Gesellschaft, sondern mittendrin“, erklärte Bethesda-Geschäftsführer Dieter Lang. Durch sorgfältig ausgewählte Materialien sowie großflächige Fensterfronten entstehe für die Bewohner eine möglichst behagliche und natürliche Herberge auf Zeit, ergänzte Andreas Müller, Leiter der Bau- und Betriebstechnik der Diakonissen Speyer-Mannheim. „Die Kombination aus hellen Klinkern und Holzfenstern vermittelt ein Gefühl von Wärme und Stabilität.“ Auf 783 Quadratmetern ist Platz für neun Gäste- und ein Angehörigenzimmer, einen Raum der Stille und einen großzügigen Wohn- und Essbereich.

In dem künftigen Hospiz Bethesda Landau können schwerstkranke Menschen in Würde sterben und erfahren auf ihrer letzten Wegstrecke Begleitung und Fürsorge. „Dann, wenn scheinbar nichts mehr getan werden kann, ist noch eine Menge zu tun“, erläuterte Dr. Günter Geisthardt, Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim. „Schmerzen können gelindert, Ängste abgebaut, Wünsche erfüllt und Abschiede gestaltet werden.“ Mit dem Hospiz im Wilhelminenstift in Speyer, dem ersten stationären Hospiz von Rheinland-Pfalz, blickt der Träger auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Hospizarbeit zurück. „Leben bis zuletzt“ sei der grundlegende Anspruch der Hospizbewegung, sagte Oberin Schwester Isabelle Wien. „Es gilt gemeinsam nach dem zu suchen, was im gegenwärtigen Augenblick zählt und Freude macht – nach dem, was dem Leben Sinn und Bestand gibt.“

Für das 2,5 Millionen-Projekt rechne man mit einer Bauzeit von gut einem Jahr, so der kaufmännische Vorstand Karlheinz Burger. Für Bau und Betrieb bleibe man weiterhin auf Spenden angewiesen.

Informationen zum Hospiz für Landau und die Südliche Weinstraße bzw. den Förderverein Hospiz LD-SÜW e. V. unter www.diakonissen.de.

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