Seit dem 16. November fallen an einigen Stellen in Queichheim mannshohe Kabeltrommeln auf. Dabei handelt es sich um sogenannte Inliner, die der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) dort im Laufe des Monats in die Abwasserrohre einbringt. „Wir dichten die bestehenden Rohre von innen neu ab. Dafür haben wir das Inliner-Verfahren gewählt, das gleich mehrere Vorteile vereint“, erklärt EWL-Vorstand Bernhard Eck. Unter anderem sind keine aufwendigen Erdarbeiten notwendig.
In rund zwei Kilometer Rohre des Abwassersystems zieht der EWL mit Kunstharz getränkte Schläuche ein. Diese sogenannten Inliner werden dann mit Luft so weit aufgeblasen, dass sie an die Innenwände der alten Rohre gepresst werden. UV-Strahlung härtet das Material dort aus, so entsteht eine abdichtende Schicht im Innern der Abwasserrohre. Dieses Vorgehen spart Kosten und Zeit. Außerdem gibt es keinen Lärm und kaum Einschränkungen für Verkehr und Anlieger. Denn die Inliner werden weitgehend über die Kanaleingänge in die Rohre geschoben.
Im Vorfeld hat der EWL die Leitungen bereits mit Robotern erkundet und Bauvorbereitungen getroffen. Der EWL setzt auf kostengünstige effektive Verfahren und kümmert sich um ein intaktes Abwassernetz. Dieses ist wichtig für den Schutz von Grundwasser und Umwelt, deshalb überprüft der EWL die Rohre auch alle zehn Jahre. In Queichheim wird das Abwassersystem sicherheitshalber abgedichtet. Der aktuelle Bauabschnitt dauert etwa zwei Wochen und umfasst folgende Straßen: Am Wiesenthal, Breiter Weg, Queichheimer Hauptstraße und Kraftgasse. Der zweite Abschnitt der Kanalsanierung folgt dann im Laufe des Frühjahrs 2017.