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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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17.03.2021

Ein Jahr ambulante Wohnungslosenhilfe im Prießnitzweg: Straßensozialarbeiter Jessl unterstützt mehr als 40 Menschen - Stadt Landau und Caritas Zentrum ziehen positive Bilanz

Ein Jahr ist Michael Jessl vom Caritas Zentrum Landau jetzt im Auftrag der Stadt Landau in der ambulanten Wohnungslosenhilfe im Prießnitzweg aktiv. 42 Menschen hat der Straßensozialarbeiter in dieser Zeit in der Obdachlosenunterkunft begleitet. Für die Stadtverwaltung hat sich das zunächst auf ein Jahr befristete Projekt bewährt. Sofern die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz zustimmt, soll Jessls Stelle verlängert und um eine weitere ergänzt werden.

„Die Entscheidung für eine sozialpädagogische Betreuung der wohnungslosen Menschen im Prießnitzweg war absolut richtig“, so Sozialdezernent Dr. Maximilian Ingenthron. Die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Caritas Zentrum Landau habe sich als Glücksfall für die Stadt herausgestellt. „Michael Jessl ist genau der Richtige für diesen Job. Er ist mit Herz, Hirn und Hand bei der Sache, mit ebenso viel Empathie wie Engagement“, so Dr. Ingenthron. Nach den guten Erfahrungen im ersten Jahr solle die Arbeit der ambulanten Wohnungslosenhilfe im Prießnitzweg intensiviert und – nach Zustimmung der ADD – personell aufgestockt werden.

Jessls Aufgaben in der Obdachlosenunterkunft sind vielfältig. Er sucht das Gespräch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, analysiert deren Bedarfe und Potenziale und hält gleichzeitig Kontakt zu Behörden, Kliniken und Hilfsangeboten. Außerdem greift er bei Konflikten ein und hilft bei der Wohnungs-und Perspektivensuche. „Durch die Corona-Pandemie habe ich einen Großteil der Arbeit in den Außenbereich oder auf Telefongespräche verlegt. Außerdem halte ich die Bewohnerinnen und Bewohner über aktuelle Entwicklungen, Maßnahmen und Angebote auf dem Laufenden und helfe bei der Versorgung mit Masken und anderen Hygieneartikeln“, berichtet Jessl. Aktuell prüfe er, ob er ein Unterstützungsangebot für die Vereinbarung von Impfterminen organisieren könne.

Jessls Einsatz zeigt bereits Erfolge. So konnte er 18 Menschen aus der Unterkunft weitervermitteln. „Fünf von ihnen leben inzwischen in einer eigenen Wohnung und drei konnte ich wieder mit ihren Familien zusammenbringen“, so der Streetworker. Das seien seine schönsten Erfolgserlebnisse gewesen. Anderen werde jetzt in Kliniken oder sozialen Einrichtungen geholfen. Fünf weitere Menschen wählten den Weg in die sogenannte freiwillige Obdachlosigkeit. „Oft sind bei diesen Menschen psychische Krankheiten im Spiel. Weil die Krankheitseinsicht aber fehlt, sind diese Menschen für Hilfe nur schwer zu erreichen.“

Derzeit leben 18 Personen in der Unterkunft. Wie im gesamten vergangenen Jahr sind die männlichen Bewohner dabei in der deutlichen Mehrheit.

„Ob eine Gesellschaft gut aufgestellt ist und ob sie im Miteinander funktioniert, zeigt sich vor allem auch daran, wie sie die Schwachen und Schwächsten schützt und stützt. Wir haben in dieser Zusammenarbeit den richtigen Weg eingeschlagen. Er wird noch lange sein, aber die Schritte, die wir im ersten Jahr gegangen sind, stimmen mich zuversichtlich. Ich hoffe, dass wir in Zukunft den Menschen noch wirkungsvoller helfen können“, fasst Bürgermeister Dr. Ingenthron Rückblick und Ausblick zusammen.

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