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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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12.07.2016

Fortschritt für grenzüberschreitende Beziehungen - Bürger der Südpfalz profitieren von den neuen Tarifregelungen ab Dezember

Dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) und dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ist es mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz und von Werner Schreiner, dem Beauftragten der Ministerpräsidentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, gelungen, mit der Region Alsace und der SNCF (Société Nationale des Chemins de fer Français) ab Dezember 2016 eine erweiterte Tarifregelung für die Nutzer des ÖPNV zu erreichen.

Nachdem bisher nur Zeit- und Tageskarteninhaber des VRN zu besonderen Tarifen ins Elsaß beziehungsweise ins Departement Bas-Rhein - südlichster Bahnhof ist Selestadt/Schlettstadt - fahren konnten, ist dies ab dem 1. Dezember auch für viele Zeit- und Tageskarteninhaber des KVV möglich. Gleichzeitig wird für elsässische Gäste die Gelegenheit geschaffen mit einer Tageskarte die Regionen des VRN und des KVV mit allen Nahverkehrszügen, Stadtbahnen, Straßenbahnen und Bussen zu bereisen. Damit ist sowohl für viele Tageskartenbenutzer wie auch für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die heute schon den ÖPNV täglich nutzen, an den Wochenenden problemlos möglich, einen Ausflug in die Nachbarregion zu unternehmen.

Wenn dann zum 1. Mai 2017 seitens des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz-Süd und seines Dienstleisters DB-Regio zusammen mit der Region Alsace und der SNCF an Wochenenden zwischen Wörth und Strasbourg jeweils noch vier durchgehende Zugverbindungen angeboten werden, gibt es für die Südpfalz zwei Reisewege die in Rheinland-Pfalz jeweils gut in den Rheinland-Pfalz-Takt eingebunden sind. Zum Einen die stündlichen Verbindungen aus Neustadt und Karlsruhe nach Weißenburg und dort mit Anschlüssen nach Strasbourg wie auch die Reiseroute via Wörth und Lauterbourg.

„Da die neuen Fahrausweise auf beiden Strecken gültig sind, ist man für seinen Ausflug sehr flexibel. Bürger aus dem westlichen Teil unseres Landkreises, die mit dem Bus zum Bahnhof Weißenburg kommen, können ihr Anschlussticket ins Elsass dann auch noch am DB-Automaten im Bahnhof Weißenburg lösen. Insgesamt erhoffen wir uns durch die neuen Tarif- und Reisemöglichkeiten einen stärkeren Austausch zwischen den beiden Regionen vom Rhein bis zum Biosphärenreservat Pfälzerwald –Nordvogesen“, sagte Landrätin Theresia Riedmaier.

„Das ist eine im wahren Wortsinn ganz wichtige Weichenstellung“, so Landaus Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron. „Eine Währung, eine Region, ein Ticket – ein großer Schritt auf dem Weg, den grenzüberschreitenden Tourismus am Oberrhein zu fördern. Die Südpfalz und das Elsass erfahren eine engere Vernetzung. Das bedeutet auch für Landau als Ausgangsort und Zielpunkt von Ausflügen eine erhebliche Aufwertung und macht unsere Stadt noch attraktiver. Ich hoffe sehr, dass nach dem Ticket für den Ausflugsverkehr bald weitere Verbesserungen im ÖPNV beispielsweise für Berufspendler folgen“, so der Verkehrsdezernent der Stadt.

Am 1. März des kommenden Jahres wird der 20. Jahrestag der Reaktivierung der Bahnstrecke von Winden nach Weißenburg gefeiert. Deshalb soll diese Gelegenheit genutzt und auf die inzwischen geschaffenen und neuen Möglichkeiten des grenzüberschreitenden, nachhaltigen Schienenpersonennahverkehrs und seiner abgestimmten Tarife hingewiesen sowie zur Nutzung eingeladen werden.

„Ich begrüße es daher besonders, dass die Landesregierung gemeinsam mit den benachbarten Bundesländern und der Schweiz sowie der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine (vsl. neu Grand Est) ein Gutachten in Auftrag gegeben hat, den Einsatz grenzüberschreitend zugelassener Fahrzeuge für zukünftige Planungen zu ermitteln“, so Landrätin Theresia Riedmaier.

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