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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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05.10.2015

Gemeindeschwesterplus startet in Landau

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Landauer Sozialdezernent Bürgermeister Thomas Hirsch freuen sich über den Arbeitsbeginn der ersten Pflegefachkraft im Projekt Gemeindeschwesterplus in Landau.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler erklärte: „Auch wenn wir heute in Rheinland-Pfalz eine gute Versorgungs- und Beratungsstruktur haben, kommt das Kümmern um hochbetagte Menschen in unserer Gesellschaft oft zu kurz. Mit dem Projekt Gemeindeschwesterplus fördern wir deshalb ein ganz konkretes Angebot für hochbetagte Menschen, die keine Pflege brauchen, aber in ihrem aktuellen Lebensabschnitt gern Unterstützung und Informationen annehmen möchten.“

Die Gemeindeschwesterplus wird die Menschen auf Wunsch zuhause individuell beraten: Zum Beispiel darüber, welche Angebote und sozialen Kontakte zur Stärkung der Selbständigkeit vor Ort genutzt werden könnten und welche präventiven Vorkehrungen getroffen werden können, um Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu vermeiden. Ziel ist, die Selbstständigkeit hochbetagter Menschen in Rheinland-Pfalz lange zu erhalten.

Die Ministerin dankte Bürgermeister Thomas Hirsch für das Engagement der Stadt Landau bei der Einbindung der Gemeindeschwesterplus in die regionale Beratungsstruktur: „Dass die jeweiligen Landrätinnen, Landräte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister das Projekt Gemeindeschwesterplus zu ‚Ihrer Sache‘ machen, trägt ganz wesentlich zum Gelingen des Projektes bei.“

In Landau leben derzeit über 2.500 Personen, die älter als 80 Jahre sind. Mindestens 750 davon leben allein oder zu zweit in einem Haushalt. „Ich freue mich daher sehr, dass die Stadt Landau bei der Auswahl berücksichtigt wurde. Mit einer sich ändernden Bevölkerungsstruktur und einem wachsenden Anteil an alten und hochaltrigen Menschen spielt die Gesunderhaltung und Prävention von Pflegebedürftigkeit eine immer größere Rolle“, so Bürgermeister Thomas Hirsch. Die Erhaltung der Selbstständigkeit und der Selbstbestimmung bis ins hohe Alter sei ihm dabei ein besonders großes Anliegen.

In Landau wird Barbara Bouché die Aufgaben der Gemeindeschwesterplus wahrnehmen. Sie verfügt über eine langjährige Erfahrung als Pflegefachkraft bei der Ökumenischen Sozialstation, die als Anstellungsträger der Gemeindeschwesterplus auftritt und eng mit der Stadtverwaltung Landau bei der Umsetzung des Projektes zusammenarbeitet. Ihren Arbeitsplatz wird Bouché im Pflegestützpunkt Landau haben. Sie wird Seniorinnen und Senioren nach deren vorheriger Zustimmung zuhause besuchen und sie individuell beraten. Zum Beispiel darüber, welche Angebote und soziale Kontakte zur Stärkung der Selbstständigkeit vor Ort genutzt werden könnten und welche präventiven Vorkehrungen getroffen werden könnten, um Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu vermeiden. Allgemein- und Fachärzte, Pflegestützpunkt, Verwaltung, Krankenhäuser, Nachbarschaftshilfen und weiteren Einrichtungen und Initiativen, die sich um die Belange älterer Menschen kümmern, werden dabei ihre Kooperationspartner sein.

Für Bürgerinnen und Bürger, die einen Besuch bzw. eine Beratung wünschen oder Fragen haben ist Barbara Bouché ab dem 1. Oktober 2015 unter der Telefonnummer 0159 / 040 207 88 zu erreichen.

Das Modellprojekt der Landesregierung Gemeindeschwesterplus wird bis Ende Dezember 2018 in neun Landkreisen und kreisfreien Städten erprobt. Das Land übernimmt mit einem Festbetrag die Personal-und Sachkosten der insgesamt 12,5 Stellen an 13 Pflegestützpunkten. In der Implementierungsphase von Juli 2015 bis Dezember 2016 werden die ausgewählten kommunalen Gebietskörperschaften zudem wissenschaftlich eng begleitet.

Weitere Informationen zum Projekt Gemeindeschwesterplus finden Sie auf der Projekthomepage unter www.gemeindeschwesterplus.rlp.de

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