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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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05.07.2016

Kaiserin Sisi, Fußball und deutsch-französische Völkerverständigung: Landauer Stadtspitze absolviert Antrittsbesuch in Ribeauvillé - Oberbürgermeister Hirsch und Député-Maire Christ: Partnerschaft fortführen und ausbauen

Der seit Anfang des Jahres amtierende Landauer Stadtvorstand hat jetzt seinen Antrittsbesuch in der elsässischen Partnerstadt Ribeauvillé absolviert. Im Herzen der 4.700-Seelen-Gemeinde wurde die deutsche Delegation um Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron und den Beigeordneten Rudi Klemm von Député-Maire Jean-Louis Christ empfangen. Es sei ihm und seinen Stadtvorstandskollegen aus Ribeauvillé eine große Ehre, die Freunde aus Landau begrüßen zu dürfen, so Christ – zumal der Besuch den Elsässern die Möglichkeit gebe, „mal wieder Deutsch zu sprechen“.

Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch betonte die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft im Allgemeinen und der Partnerschaft zwischen Landau und Ribeauvillé im Besonderen. „Gerade junge Leute sehen das friedliche Miteinander beider Völker heute oft als selbstverständlich an – an einer Partnerschaft wie dieser muss aber fortwährend gearbeitet werden“, so Hirsch. Er lade die Vertreter Ribeauvillés daher herzlich zum baldigen Gegenbesuch in Landau ein. Die Landauer Stadtspitze werde ihrerseits gerne beim „Pfeifertag“ in Ribeauvillé im September zugegen sein. Nur durch regelmäßigen Kontakt und regen Austausch könne es gelingen, die Freundschaft zwischen der pfälzischen und der elässischen Stadt immer weiter zu vertiefen und auszubauen, so Hirsch.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Schüleraustausch zwischen dem Lycée Ribeaupierre in Ribeauvillé und dem Max-Slevogt- bzw. dem Eduard-Spranger-Gymnasium in Landau. Regelmäßig empfangen die Schulen Schülerinnen und Schüler ihrer jeweiligen Partnerstadt – zuletzt waren im Mai 25 französische Schülerinnen und Schüler in Landau zu Gast; im Juni erfolgte der Gegenbesuch in RIbeauvillé. Im Rahmen seiner Stippvisite stattete der Landauer Stadtvorstand jetzt auch dem Lycée Ribeaupierre einen Besuch ab und zeigte sich begeistert von der idyllisch auf einer Anhöhe gelegenen Schule. Schuldezernent Dr. Ingenthron betonte die Wichtigkeit des wechselseitigen Schüleraustauschs für die Städtepartnerschaft. „Der Austausch junger Menschen aus verschiedenen Ländern ist von enormer Bedeutung. Es ist wichtig, Verständigung über Staatsgrenzen hinweg auf diese Art zu fördern und somit den Frieden auch in Zukunft über weitere Generationen zu wahren.“ Aus diesen Begegnungen könnten viele Verbindungen und persönliche Freundschaften entstehen, so Ingenthron.

Auf dem Programm stand für die deutschen Gäste aber auch der Besuch der „Schatzkammer“ des Rathauses von Ribeauvillé – hier lagert das feuervergoldete Silbergeschirr des alten Adelsgeschlechts der Ribeaupierres. Im Rathaus erfuhren die Gäste zudem weitere Details aus der Geschichte Ribeauvilllés: Unter anderem waren die Ribeaupierres mit den Hohenzollern und den Wittelsbachern verwandt – und damit auch mit Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi.

Beim Mittagessen in der altehrwürdigen Weinstube „Zum Pfifferhus“ – ebenfalls eine Sehenswürdigkeit Ribeauvillés – kamen dann Themen wie Tourismus, Wirtschaftsförderung und Stadtplanung auf den Tisch. Aber auch König Fußball durfte nicht fehlen: Für das EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich am Donnerstag einigte man sich in herzlicher Atmosphäre jedoch auf ein schicklich-friedliches „Möge der Bessere gewinnen!“

Ribeauvillé ist eine von drei Landauer Partnerstädte. Die Verbindung zu der elsässischen Gemeinde besteht seit dem Jahr 1960. Ribeauvillé selbst wurde 759 erstmals in einem Dokument erwähnt. Der Weinort ist für seine Fachwerkgassen und die drei Burgruinen hoch über der Stadt bekannt. Sehenswürdigkeiten sind außerdem der Metzgerturm, die St.-Gregor-Kirche und mehrere historische Brunnen. Die Landauer Gymnasien MSG und ESG führen regelmäßig einmal im Jahr Austausche mit dem Lycée Ribeaupierre durch.

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