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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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09.04.2021

Landauer Solaroffensive auf der Zielgeraden - Hartmann: »Klimakrise kann immer noch abgewendet werden« - Umweltdezernent sieht in erfolgreicher Solaroffensive Alternative zu Windkraftanlagen im Pfälzer Wald

Bis 2030 will die Stadt Landau ihren CO2 -Ausstoß von derzeit 7,6 Tonnen pro Kopf und Jahr auf 4,5 Tonnen senken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind unter anderem Änderungen bei der Wärme- und Stromversorgung sowie im Bereich Mobilität notwendig. So steht es im vor drei Jahren verabschiedeten Klimaschutzkonzept. In Sachen Verkehrswende ist in der Südpfalzmetropole schon einiges in Bewegung. Doch damit alleine kann der CO2-Ausstoß in Landau nicht ausreichend gesenkt werden, wie Umwelt- und Verkehrsdezernent Lukas Hartmann jetzt deutlich macht. In der vom Stadtrat beschlossenen Solaroffensive sieht er großes Potenzial – und angesichts der aktuellen Diskussion auf Landesebene auch eine Option, auf Windkraftanlagen im Pfälzer Wald zu verzichten.

„Die Klimakrise kann immer noch abgewendet werden. Allerdings müssen wir uns dazu noch stärker anstrengen. Das gilt auch für das Erreichen der Landauer Klimaschutzziele“, stellt Hartmann klar. „Im Bereich Mobilität haben wir uns bereits auf den Weg in die richtige Richtung gemacht. Beim Thema Wärmeversorgung ist unser städtisches Gebäudemanagement sehr engagiert, doch auch das wird nicht genügen“, so der Beigeordnete weiter. Darum setze er jetzt auf die von der Klimakoalition ins Leben gerufene Solaroffensive. Diese soll dafür sorgen, dass möglichst jedes neugebaute Dach im Stadtgebiet mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird. Wie genau das ausgestaltet werden soll, wird eine Richtlinie festlegen, an deren Entwurf das städtische Umweltamt gerade gemeinsam mit dem Bauamt arbeitet. Dieser soll noch in der ersten Jahreshälfte in den städtischen Gremien beraten werden.

Hartmann betont: „Derzeit rufen wir nur etwa 14,5 Prozent der elektrischen Leistung ab, die wir laut Klimaschutzkonzept mittels Solarkraft über die Landauer Dachflächen gewinnen könnten. Wenn alle möglichen Dachflächen genutzt würden, könnte Landau sich mehr als selbst versorgen. Darum möchten wir in diesem Jahr in Infoveranstaltungen darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt, Geld sinnvoll zu investieren und dabei etwas für den Klimaschutz zu tun.“

Eine weitere, viel diskutierte Möglichkeit zur klimafreundlichen Stromgewinnung ist Windkraft im Pfälzer Wald. SPD und GRÜNE hatten sich im Landtagswahlkampf entsprechend positioniert, nachdem die damalige Landesregierung schon einmal weit fortgeschrittene Pläne für einige wenige Standorte im Pfälzer Wald gestoppt hatte. „Ich weiß, dass das für viele Menschen ein emotionales Thema ist. Aber die Klimakrise duldet keinen Aufschub. Ohne Klimaschutz wird der Pfälzer Wald insgesamt, so wie wir ihn kennen, nicht überleben.“

Es gelte nun erstmal die Koalitionsverhandlungen in Mainz abzuwarten, doch dann sei zügiges Handeln gefragt. „Zentral für den Klimaschutz ist, den Ausstoß von Treibhausgasen so schnell es geht so weit es möglich ist zu reduzieren. Die Südpfalz ist eine sonnenreiche Region. Ob wir es mit Sonne oder Wind oder beidem Schaffen, ist dem Klima egal. Wenn genug Solaranlagen gebaut würden, sodass man die Windkraft nicht bräuchte, könnte das ein Weg sein. Dafür braucht es aber einen ordentlichen Schub.“

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