Wer heute nach Landau kommt, muss suchen, bis er Teile der Festung, etwa in den Stadtparks oder die Stadttore findet. Abgetragen wurde tatsächlich nur alles über Straßenniveau, und so finden sich bei jeder Baumaßnahme erneut gigantische Mauern. Die einzelnen Werke waren durch ein 30! Kilometer langes Netz von Tunnels verbunden. Von den heute bekannten und begehbaren Minengängen zu jener Lunette 41 beinahe 1 km, die sich von der Xylanderstraße bis zur Röntgenstraße erstrecken müssen. Zudem war im Zentrum der Lunette ein mehrgeschossiger Turm eingebaut, dessen Untergeschoss an die Minengänge anschließt und diese über ein Treppenhaus mit der oberen Turmetage mit ihren vielen Schießscharten verbindet. Der Turm liegt heute 3 Meter unter Parkniveau und ist für uns der ideale Zeitzeuge, interessierten Landauern und Besuchern die Gigantomanie der Festungsbaukunst des Barock nahe zu bringen.
Am den Samstagen, 09.04., 16.04. und 23.04. sind noch Plätze für die Führung des Festungsbauvereins frei. Die Führungen starten jeweils um 14 Uhr ab Obertorplatz und kosten 10,00 €/Person.
Eine Anmeldung ist zu jeder Führung im Büro für Tourismus erforderlich (Tel.: 06341/13-8302), da die Teilnehmerzahlen begrenzt sind.