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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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02.06.2021

Mobile Retterinnen und Retter sind ab 8. Juni wieder im Einsatz: Neustart in der Südpfalz nach Corona-Zwangspause

Nachdem das System der „Mobilen Retter“ erneut während der zweiten und dritten Welle der Corona-Pandemie südpfalzweit eingestellt wurde, um die Retterinnen und Retter vor einer Ansteckung zu schützen, wird der Betrieb ab Dienstag, 8. Juni, wieder aufgenommen. „Zu den wichtigsten Voraussetzung gehören natürlich konsequente Hygienevorgaben“, betonen Markus Gerstle, Projektleiter im Landkreis Südliche Weinstraße und der Stadt Landau, sowie Dr. Matthias Wölfel, Projektleiter im Landkreis Germersheim.

Alle Mobilen Retter und Retterinnen werden mit Schutzmasken FFP 2/KN 95 ausgestattet, um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren. Weiterhin verzichten die Ehrenamtlichen während der Pandemie auf eine eventuell erforderliche Beatmung und führen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand lediglich die Herzdruckmassage durch. „Das Entscheidende ist die zügige Herzdruckmassage. In den ersten zehn Minuten nach einem Herzkreislaufstillstand befindet sich in der Lunge der Patientin bzw. des Patienten meist noch ausreichend Sauerstoff, der dann durch die Herzdruckmassage mit dem Blut zu Herz und Gehirn transportiert wird", erklärt Johannes Becker, der das Projekt als ärztlicher Fachberater unterstützt.


Die Landräte Dietmar Seefeldt, Dr. Fritz Brechtel und Oberbürgermeister Thomas Hirsch sind dankbar, dass die Mobilen Retterinnen und Retter den Betrieb wieder aufnehmen, erinnern aber gleichzeitig eindringlich daran, auch auf sich selbst zu achten und die Ansteckungsgefahren auch im Notfall nicht außer Acht zu lassen: „Die Mobilen Retterinnen und Retter sind eine sehr gute Ergänzung zum Rettungsdienst. Bereits mehrere Menschen konnten in der Südpfalz durch ihren Einsatz gerettet werden. Umso mehr freuen wir uns, dass es die derzeitige Situation erlaubt, im Rahmen der Lockerungen auch wieder den Betrieb aufzunehmen.“ Die drei Verwaltungschefs bitten darum, dass jeder Mobile Retter und jede Mobile Retterin für sich selber abwägt, ob das Risiko eines Einsatzes für sie bzw. ihn selbst vertreterbar ist. „Wir haben alle größtes Verständnis dafür, wenn jemand aus Schutz und Vorsicht nicht in den Einsatz gehen kann“, so Hirsch, Brechtel und Seefeldt.

Die Mobilen Retterinnen und Retter sind medizinisch qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die unmittelbare medizinische Versorgung einer oder eines Betroffenen oder qualifizierte Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten. Sie werden über ein App-gestütztes Alarmierungssystem über ihr Smartphone alarmiert. Die Leitstelle alarmiert den Regel-Rettungsdienst und die First Responder-Einheiten natürlich in unveränderter Weise.

Die Mobilen Retterinnen und Retter kommen nicht in Einsatzfahrzeugen oder erscheinen in Dienstkleidung, sie kommen als „Expertin“ oder „Experte“ aus der Nachbarschaft oder näheren Umgebung. In der Südpfalz gibt es derzeit ca. 880 geschulte Mobile Retter.

Beim plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand oder bei Bewusstlosigkeit ist eine schnelle, professionelle, medizinische Hilfe oft lebensentscheidend für den in Not geratenen Menschen. Trotz eines gut strukturierten Rettungsdienstes vergehen nach Eingang des Notrufes bei den Leitstellen bis zu acht Minuten bis zum Eintreffen der ersten Rettungskräfte. Minuten, die über das Überleben oder dauerhafte Schädigungen des Gehirns entscheiden können. Diese „therapiefreie“ Zeit wird durch die Mobilen Retter überbrückt.

Weiter Informationen zum Thema „Mobile Retter“ gibt es unter www.mobile-retter.org.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße und der Stadt Landau in der Pfalz. Bei Veröffentlichung bitte Quelle angeben.

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