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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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02.11.2023

Niemals vergessen: Stadt Landau gedenkt der Opfer der Novemberpogrome der Nationalsozialisten - Oberbürgermeister Dominik Geißler: "Aktuelle Bedrohungen jüdischen Lebens sind unerträglich"

Es ist ein Thema von erschütternder Aktualität: Am Donnerstag, 9. November, jähren sich die Novemberpogrome an der jüdischen Bevölkerung in Deutschland zum 85. Mal. Die Stadt Landau wird mit einer Gedenkveranstaltung um 17 Uhr am Synagogenmahnmal auf dem Elias-Grünebaum-Platz an die Opfer erinnern. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Oberbürgermeister Dominik Geißler hält eine Ansprache und legt einen Kranz am Mahnmal nieder. Schülerinnen und Schüler des Max-Slevogt-Gymnasiums werden die Biographien von Salomon Wolff und Joseph Weiler, die beide im Verlauf der Reichspogromnacht 1938 in Landau ums Leben kamen, vorstellen und auch die musikalische Begleitung der Veranstaltung übernehmen. Im Anschluss werden die Dekane Axel Brecht und Volker Janke ein ökumenisches Gebet sprechen.

„Es ist unerträglich, dass jüdisches Leben heute in Deutschland und weltweit wieder bedroht wird“, betont Oberbürgermeister Dominik Geißler. „Jüdisches Leben muss gerade bei uns in Deutschland so normal und selbstverständlich möglich sein wie muslimisches und christliches Leben. Wir dürfen die Verbrechen, die an Jüdinnen und Juden begangen wurden niemals vergessen und dulden nicht, dass Jüdinnen und Juden jetzt wieder – auch auf deutschem Boden – Bedrohungen und Gewalt ausgesetzt sind.”

Vor 85 Jahren brannte auch in der Stadt Landau in der Reichspogromnacht die Synagoge. In den Tagen darauf wurden Landauer Jüdinnen und Juden verfolgt und deportiert und ihre Wohnungen und Geschäfte zerstört. An die niedergebrannte Synagoge erinnert seit 55 Jahren ein Mahnmal in der Friedrich-Ebert-Straße. Seit dem Jahr 2016 trägt der Platz, der das Mahnmal umgibt, den Namen des früheren Bezirksrabbiners Dr. Elias Grünebaum.

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