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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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01.04.2019

Noch bis 12. Mai: Doppelausstellung Gentz/Lang mit abstrakten Landschaftsbildern und bunten Holzskulpturen in Städtischer Galerie Villa Streccius in Landau

Martin Luther hat Gesellschaft bekommen: Neben der Statue des Reformators steht vor der Landauer Stiftskirche seit wenigen Tagen auch eine überlebensgroße Holzskulptur, die der Betrachterin bzw. dem Betrachter ein Herz entgegenstreckt. Der „Herzträger“ wirbt für die städtische Doppelausstellung mit Werken des Malers Rolf Gentz und des Bildhauers Josef Lang, die noch bis Sonntag, 12. Mai, in der Städtischen Galerie Villa Streccius zu sehen ist.
 
Oberbürgermeister Thomas Hirsch, der die Gäste zur Vernissage begrüßte, zeigte sich beeindruckt vom Zusammenspiel der abstrakten, menschenleeren Landschaftsbilder Rolf Gentzs und der groben, bunten Holzskulpturen Josef Langs. „Vielen Dank an die Leiterin unserer städtischen Kulturabteilung, Sabine Haas, und an Jürgen Pils, die diese spannende Doppelausstellung gemeinsam zusammengestellt haben“, so der OB. „Jedes ausgestellte Kunstwerk wirkt für sich, aber auch im Dialog mit denen des jeweils anderen Künstlers – und mit dem historischen Ambiente der Villa Streccius“, wirbt der Stadtchef für die Ausstellung und betont besonders, dass die Stadt durch den „Herzträger“ sogar noch ein Stück (temporäre) Kunst im öffentlichen Raum dazugewonnen hat. „Die Skulptur macht nicht nur neugierig auf die Ausstellung, sie erfreut auch die vielen Menschen, die jeden Tag unsere attraktive Innenstadt besuchen, sei es zum Shoppen, Bummeln oder um in der Mittagspause oder abends in einem Café oder Restaurant «einzukehren»“, freut sich Hirsch.
 
Sabine Haas ist begeistert, wie gut die Kunstwerke der beiden namhaften Künstler, die sich zuvor nicht kannten, miteinander harmonieren, obwohl Technik und Thema auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. „Rolf Gentz hat in seinem Leben zahlreiche Reisen unternommen und verdichtet diese Eindrücke auf der Leinwand. Eine Besonderheit ist, dass er dies mit Leinöl und Bienenwachs tut und dabei in einem langsamen Prozess Farbschicht um Farbschicht aufbringt, um so zu einem stark verfremdeten Extrakt von Landschaft zu kommen“, erklärt Haas. „Josef Lang interessiert sich besonders für den Menschen und dessen Haltungen; er bearbeitet seinen bevorzugten Werkstoff Holz mit der Kettensäge, was zum groben, ursprünglichen und aufs Wesentliche reduzierten Eindruck seiner Skulpturen beiträgt“, ergänzt Jürgen Pils, den eine langjährige Freundschaft mit dem Künstler aus Denklingen verbindet. Die Doppelausstellung bringe diese unterschiedlichen Konzentrate von Mensch und Natur zusammen und verwandele die Villa in ein kleines „Experimentierfeld“, sind Haas und Pils überzeugt. Ihr gemeinsamer Dank gilt auch Kunsthistorikerin Annika Wind, die bei der Vernissage in die Ausstellung einführte.
 
Die Städtische Galerie Villa Streccius ist immer dienstags und mittwochs von 17 bis 20 Uhr und donnerstags bis sonntags von 14 bis 17 geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter www.kulturstadt-landau.de und www.villa-streccius.de.
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