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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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24.05.2016

Papiertonne nutzt allen: Neue Tonnen kommen frei Haus - Leerung bleibt umsonst - Papiersack künftig gegen Entgelt

Mit der kostenlosen Lieferung einer nagelneuen Papiertonne wiederholt der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) in diesen Tagen sein Angebot per Brief an rund 3.100 Grundstücksbesitzer in Landau. „Die Tonne für Altpapier und Kartonagen hat Vorteile für alle Beteiligten. Immerhin nutzen über 70 Prozent der Landauer bereits den Behälter“, hält Dr. Maximilian Ingenthron, Bürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender des EWL, fest. Deshalb wünscht er sich, dass die Zahl weiter steigt: Denn der Behälter bewahrt Altpapier wetterfest verpackt bis zur Abholung auf und lässt sich dank seiner Rollen leicht bewegen. Darüber hinaus punktet die blaue Tonne mit Recyclingkunststoff und einer Lebenserwartung von rund zehn Jahren im Bereich Nachhaltigkeit. Damit hat sie die Nase weit vor dem Landauer Papiersack.

Viel und schwere Handarbeit
„Der Papiersack hat deutliche Nachteile bei den Aspekten Umwelt und Handhabung“, berichtet EWL-Vorstand Bernhard Eck. Aus diesem Grund hat der EWL-Verwaltungsrat dem Vorschlag zugestimmt, Papiersäcke ab dem 1. Juni nur noch gegen eine Gebühr auszugeben. Für die Umsetzung ist noch die Beschlussfassung im Stadtrat notwendig, der morgen (24. Mai) tagt. Eine Rolle mit Altpapiersäcken soll dann 2,50 Euro kosten, bei 12 Säcken macht das rund 21 Cent je Stück. Denn die Säcke verursachen einen hohen Zusatzaufwand bei der Abfallsammlung: Sie müssen von den Müllwerkern hochgehoben und dann zum Sammelfahrzeug getragen werden. „Das ist körperliche Schwerstarbeit, die wir künftig im Sinne des Arbeitsschutzes deutlich reduzieren wollen“, fügt Dr. Maximilian Ingenthron hinzu. Er hatte die EWL-Mitarbeiter Anfang des Jahres bei einer Papiersammeltour begleitet und dabei deren Arbeitsbedingungen am eigenen Leib erfahren. Doch damit nicht genug: Da die Papiersäcke aus Kunststoff sind, müssen diese vor der Verwertung des Papiers mit einem nicht unerheblichen Aufwand wieder aus dem Gemisch entfernt werden.

Gebühren sollen gerecht sein
Dass die Säcke, die für die Papiersammlung bestimmt sind, in Landau zunehmend mit ganz anderem Inhalt gesichtet werden, war ein weiterer Punkt für die Einführung eines Entgelts. Im Einzelfall sei es zwar nachvollziehbar, wenn ein bevorrateter Papiersack zweckentfremdet werde. Doch Bernhard Eck rechnet vor, was dabei zusammenkommt: Alleine 2015 gab der EWL rund 800.000 Säcke für die Papiersammlung aus, Kostenpunkt rund 35.000 Euro. Bei der Papiersammlung eingesammelt wird maximal die Hälfte. „Die Kosten für die anderweitig verwendeten Säcke haben bislang alle an die Abfallsammlung angeschlossenen Haushalte getragen. Das ändern wir nun, denn Gebühren sollen so gerecht wie möglich sein“, erklärt der EWL-Vorstand.

Tonne frei Haus
In diesen Tagen hat der EWL rund 3.100 Grundstückseigentümer angeschrieben, die noch keine Papiertonne haben. Die Behälter gibt es in drei Größen, erfahrungsgemäß reicht das kleinste Gefäß mit dem Volumen von 120 Litern für einen Fünf-Personen Haushalt. Behälter mit 240 oder 1.100 Liter Volumen sind für größere Wohneinheiten und Betriebe geeignet. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, eine Papiertonne mit Nachbarn zu teilen. Alle, die ihre Bestellung bis zum 30. Juni 2016 beim EWL aufgeben, bekommen den Behälter kostenlos bis an die Haustür geliefert. Wer sich in diesen Tagen für eine der blauen Tonnen entscheidet oder ein zusätzliches Behältnis ordern möchte, kann dies beim EWL tun: per Telefon unter 06341 13-8632 oder per E-Mail an ewl-abrechnung@landau.de .

Bestellen können den Behälter allerdings nur die Grundstückseigentümer.

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