Wie will die Stadt Landau bezahlbaren Wohnraum schaffen? Was tut sie gegen Falschparker und nächtliche Ruhestörer? Und warum gibt es in Landau keinen eingezäunen Auslauf für Hunde? Das Themenspektrum des ersten Bürgerchats, den Oberbürgermeister Thomas Hirsch anbot, war vielfältig. Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, sich via Facebook direkt an den OB zu wenden und eine Stunde lang Fragen zu stellen, Problem vorzutragen und Anregungen zu geben.
Hirschs Fazit des neuen Angebots fällt positiv aus. „Die Themen waren bunt, das digitale Gespäch mit den Landauerinnen und Landauern interessant“, fasst der Stadtchef zusammen. „Die Hemmschwelle für Bürgerinnen und Bürger, das eigene Anliegen per Facebook mitzuteilen, ist nicht so hoch wie im Gespräch, per Post oder E-Mail. Deswegen bin ich von diesem niedrigschwelligen Angebot überzeugt.“
Er wolle den Bürgerchat künftig regelmäßig anbieten, so Hirsch, und hoffe, dass dann noch mehr Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit nutzen, auf diese Weise mit ihm ins Gespräch zu kommen. Auch außerhalb der festgelegten Chatzeiten antworte er natürlich auf Facebook-Nachrichten, betont der OB – auch wenn das im alltäglichen Geschäft etwas länger dauern könne. Den Bürgerchat sieht er als einen Baustein des Landauer Wegs der Bürgerbeteiligung. „Immer wieder teilen mir Bürgerinnen und Bürger per Facebook Missstände mit. Diese Beschwerden und Anregungen leite ich dann umgehend an die Fachämter weiter. Ich als Oberbürgermeister und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung können unsere Augen nicht überall haben und sind daher dankbar für Anregungen. Das ist der direkteste und einfachste Weg der Bürgerbeteiligung.“