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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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24.06.2025

Selbstbestimmt und bedarfsgerecht älter werden: Stadt Landau präsentiert neue Fortschreibung ihrer Pflegestrukturplanung

Das Leben im Alter in Landau gestaltet sich heute so lebendig und vielfältig wie nie zuvor. Dabei sollen ältere Menschen bestmöglich unterstützt werden, damit sie möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben können. Um dieses Ziel zu erreichen, schreibt die Stadt Landau ihre Pflegestrukturplanung fort. Dabei geht es nicht nur um Pflege an sich, sondern auch um die Themen Versorgung, Mobilität, Wohnen im Alter und soziale Kontakte.

Gemeinsam mit dem Sozialamtsleiter Jan Marco Scherer und der Beauftragten für die Belange älterer Menschen, Ulrike Sprengling, stellte Sozialdezernentin Lena Dürphold nun den aktuellen Bericht vor. „Wir haben uns intensiv mit dem Thema beschäftigt, weil Landau immer älter wird. Der Pflegestrukturplan ist ein wichtiger Schritt, um die Bedürfnisse unserer älteren Bevölkerung zu erkennen und darauf zu reagieren“, so Lena Dürphold.

Laut des Berichts waren im Jahr 2021 rund 20 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Mehr als 5.000 Haushalte bestanden ausschließlich aus Seniorinnen und Senioren, etwa 3.000 Menschen ab 65 Jahren lebten allein. Die Zahl der Pflegebedürftigen nahm in den vergangenen Jahren deutlich zu: 1999 waren es noch rund 1.110, 2021 bereits 2.695 und 2023 waren mehr als 3.000 Personen pflegebedürftig. Besonders betroffen von Pflegebedürftigkeit sind Menschen ab 80 Jahren. Die meisten werden zuhause gepflegt, nur etwa 15 Prozent leben in Pflegeeinrichtungen.

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist dabei eine große Herausforderung. Obwohl Landau insgesamt 486 Pflegeplätze zur Verfügung stehen, waren zuletzt nur 383 belegt. Das zeigt, wie schwierig es ist, Personal zu finden. Die Entscheidung, ob in neue Pflegeheime investiert oder bestehende Häuser ausgebaut werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. „Wichtig ist dabei zu beachten, dass die Stadt keine Insel ist. Auch im Umfeld gibt es freie Plätze und es finden Menschen von extern einen Platz in der Stadt“, so Jan Marco Scherer.

Die Prognosen zeigen, dass die Zahl der älteren Menschen in Landau weiter steigen wird. Im Jahr 2040 könnten rund 9.800 Menschen über 70 Jahre alt sein. Entsprechend steigt auch die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen. „Es ist wichtig, individuelle Wünsche zu respektieren und flexible Angebote zu schaffen. Es wäre gut, wenn sich die Menschen frei entscheiden könnten, ob sie zuhause bleiben oder in einer Einrichtung wohnen möchten“, betont Ulrike Sprengling.

Um ältere Menschen zu unterstützen, bedarf es vor allem der richtigen Angebote. Neben ambulanten und stationären Angeboten, gehören dazu Beratungsangebote wie der Pflegestützpunkt und Gemeindeschwesterplus. Aber auch Angebote auf ehrenamtlicher Basis, wie z. B. das Seniorenbüro, bei dem die Servicestelle „Wohnen im Alter“ und eine Nachbarschaftshilfe angegliedert sind sowie der Seniorenbus Landau und die Digitalbotschafter. Informationen zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten sind u. a. in der Broschüre „Älter werden in Landau“ zu finden, die die Stadt Landau regelmäßig herausbringt.

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