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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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03.02.2025

Stadt Landau und Kreis SÜW fordern auskömmliche Ausstattung für Pflegestützpunkte: Vom Land zugesagte Stellenerhöhung kann nur Übergangslösung sein!

Nach jahrelangem Ringen mit dem rheinland-pfälzischen Sozialministerium ist nun endlich Besserung in Sicht: Auf vielfachen Druck aus der Stadt Landau und dem Landkreis Südliche Weinstraße hat das Land für die Jahre 2025 und 2026 eine Aufstockung der Personalausstattung der drei Pflegestützpunkte in Stadt und Kreis um insgesamt ein Vollzeitäquivalent im Rahmen des Modellprojekts „Optimierung des Beratungsansatzes zur Entlastung der Fachkräfte der Beratung und Koordinierung“ zugesagt. „Diese Zusage ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber längst nicht ausreichend“, sind sich die städtische Sozialdezernentin Lena Dürphold und der Landrat der Südlichen Weinstraße Dietmar Seefeldt einig.

Die Versorgungsgebiete der Pflegestützpunkte in Kreis und Stadt sind deutlich größer als im Rest von Rheinland-Pfalz. Laut Gesetz soll das Gebiet einer Pflegestützpunkt-Fachkraft in Vollzeit durchschnittlich 30.000 Einwohnerinnen und Einwohner umfassen. Ihre Aufgabe ist es, rund um die Themen Pflege und soziale Betreuung zu informieren und Angebote zu vermitteln. In Stadt und Kreis ist jeweils eine Fachkraft für deutlich mehr Menschen zuständig: Im Bereich des Pflegestützpunkts Annweiler – Bad Bergzabern sind es rund 41.000 Menschen, in Edenkoben – Herxheim – Offenbach rund 48.000. Der Pflegestützpunkt Landau – Verbandsgemeinde Landau-Land deckt sogar ein Gebiet mit rund 61.000 Menschen ab. Nun wurde zugesagt, dass am Pflegestützpunkt Landau – Verbandsgemeinde Landau-Land befristet für zwei Jahre eine zusätzliche halbe Stelle geschaffen wird und auch die beiden anderen Pflegestützpunkte eine weitere befristete halbe Stelle bekommen, die sie sich allerdings teilen müssen.

„Wir haben uns in den vergangenen fünf Jahren mehrfach mit dem Hinweis auf die prekäre Lage bei unseren Pflegestützpunkten an das Sozialministerium in Mainz gewandt – und sind erleichtert, dass es jetzt ein erstes Entgegenkommen seitens des Landes gibt“, betonen Lena Dürphold und Dietmar Seefeldt. „Die befristete Aufstockung um insgesamt eine Vollzeitstelle wird unseren Fachkräften, die sich Jahr für Jahr einer steigenden Anzahl an Beratungsanfragen gegenübersehen, zumindest etwas von der dringend benötigten Entlastung bringen. Vergleicht man jedoch die Versorgungsgebiete mit den gesetzlich vorgeschriebenen Versorgungsschlüsseln ist ganz klar: Das kann nur der Anfang gewesen sein. Das Land muss weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen und die angemessene Personalausstattung auch dauerhaft implementieren. Unsere Pflegestützpunkte dürfen nicht schlechter gestellt werden als die im restlichen Bundesland!“

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