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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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24.10.2016

Vorbereitungen auf zehnte Stolpersteinverlegung in Landau laufen - Ingenthron: »Ein weiterer wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur unserer Stadt«

: Die letzte Stolpersteinverlegung in Landau erfolgte im März dieses Jahres. Hier verlegt Gunter Demnig unter den Augen von Bürgermeister Dr. Ingenthron den Stolperstein für Olga Loeb vor dem Frank-Loebschen Haus„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ So beschreibt der Kölner Künstler Gunter Demnig die Idee hinter seinem Projekt „Stolpersteine“. Seit 1993 verlegt Demnig Gedenktafeln in Messing für im Nationalsozialismus Verfolgte vor deren letzten selbstgewählten Wohnorten.

In der Stadt Landau werden seit dem Jahr 2008 Stolpersteine verlegt. Die Initiative zur Teilnahme an Gunter Demnigs Aktion kam vom damaligen Fraktionsvorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion und heutigen Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron. Seitdem wurden in Landau 180 Stolpersteine vor 55 Häusern verlegt. Seit dem Jahr 2011 beteiligt sich die Initiative „Stolpersteine Landau“. Die Mitglieder recherchieren die Schicksale der Landauer Opfer des Nationalsozialismus, organisieren und begleiten die Stolpersteinverlegungen und leisten Öffentlichkeitsarbeit. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf die nächste Stolpersteinverlegung, die am 9. März 2017 stattfinden soll.

Stolpersteine sind Pflastersteine, an deren Oberseite eine 10 auf 10 Zentimeter große Messingplatte befestigt wird, auf der die Lebensdaten der Opfer eingestanzt werden. Die Steine werden dann ebenerdig in den Boden eingelassen. Stolpersteine sind, so Gunter Demnig, „Mahnmale von unten“, die ganz unvermutet im Stadtbild, vor ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern, vor Schulen und Stätten des kulturellen Lebens, an die Verfolgten erinnern und damit zu einem weiteren Baustein der Erinnerungskultur werden.

Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron würdigt die Arbeit der Initiative „Stolpersteine“ und begrüßt die Pläne für neue Stolpersteinverlegungen in der Stadt. „Die Stadtspitze legt großen Wert auf eine vielgestaltig gelebte Erinnerungskultur, wie auch ganz aktuell durch die Neugestaltung und Aufwertung des Synagogen-Mahnmals in der Friedrich-Ebert-Straße oder auch durch die ständige Ausstellung über die Geschichte der Landauer Juden im Frank-Loebschen Haus deutlich wird. Mit den Stolpersteinen geben wir den Verfolgten und Ermordeten einen Teil ihrer Würde zurück: Ihren Namen, ihren Platz in unserer Erinnerung, in der Mitte unserer Gesellschaft, in der Mitte unserer Stadt“, so Dr. Ingenthron.

Die Arbeitsgruppe der Initiative „Stolpersteine Landau“, die von Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer fachlich beraten wird, trifft sich in loser Folge jeweils mittwochs im Stadtarchiv. Neue Mitglieder sind gerne gesehen. Ebenso ist die Initiative für die Stolpersteinverlegung am 9. März auf der Suche nach Paten, die die Finanzierung übernehmen. Die Kosten für einen Stolperstein betragen einschließlich Planung, Fertigung und Verlegung 120 Euro. Bitte melden Sie sich, auch für weitere Informationen, im Stadtarchiv Landau unter christine.kohl-langer@landau.de bzw. 06341 / 13 42 00.

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