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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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06.08.2015

stadt.weiter.bauen. - »Paten für Ringstraßenarchitekturmodelle gesucht«

Städte wie Landau mit einem reichen kulturellen Erbe haben meist ein sehr eindrucksvolles Stadtbild. Hier fühlt man sich leichter wohl, als in gesichtslosen Stadtzentren. Ein Potential, das aber auch seine Herausforderung hat. Die Stadt Landau hat eine wunderbare Baustruktur quer durch die Jahrhunderte. Diese zu erhalten, zu pflegen und zu nutzen ist eine permanente Aufgabe für Eigentümer und Stadt.

Wer wird zum Akteur in der Entwicklung einer alten Immobilie (Investor, Stadt, Vereine, Bürgerinitiativen)? Kann denkmalgerechte Sanierung wirtschaftlich sein? Welche Rolle spielen Bürger und Vereine bei der Stadtbildpflege? Was ist erhaltenswert?

Zu diesen und weiteren Fragen lud die Stadt vergangenen Donnerstag gemeinsam mit den Ausstellern im Rahmen der Themenvernissage unter dem Motto „bestand.neu.leben. - Außenansichten – Innenansichten“ die zahlreichen interessierten Besucher zu einer kleinen Entdeckungsexkursion durch die vier themenbezogenen Ausstellungsbeiträge des Monats.

Begonnen wurde bei den großartigen Modellen und Plänen der gründerzeitlichen Landauer Ringstraßen-Architektur, die im Rahmen einer Seminar- und Entwurfsaufgabe des Lehrstuhls von Prof. Vollenweider für Stadtbaukunst und Entwerfen der Uni Kaiserslautern von Studenten erstellt wurden.

Für die Ringstraßen-Architekturmodelle können Patenschaften übernommen werden, um den Verbleib dieses baukulturellen Gutes in Miniaturform in Landau zu ermöglichen. Die mit der Patenschaft verbundene Ablöse von 150 Euro pro Modell kommt der Universität Kaiserslautern für den Materialaufwand zu Gute. Bei Mehrfachinteressentenmeldungen erhalten die Eigentümer der zugeordneten Original- Ringstraßenhäuser den Vorrang. Das Interesse an einer Modellpatenschaft kann bis zum 14. August 2015 bei Frau Sibylle Walther der Abteilung Stadtplanung und Stadtentwicklung des Stadtbauamtes Landau (sibylle.walther@landau.de, Tel. 06341/ 13-6109) angemeldet werden. Zur Ausstellung gehört ein kleiner, wunderbarer, ebenfalls durch die Studenten gestalteter Katalog. Dieser kann gegen einen Unkostenbeitrag von 10 Euro direkt bei der Uni Kaiserlautern, Lehrstuhl Stadtbaukunst und Entwerfen (stadtbaukunst@architektur.uni-kl.de, 0631/ 205-3433) oder bei der Grabungsstelle Lünette 41 im Savoyenpark beim Festungsbauverein jeweils Dienstag und Samstag ca. 8:30 bis 21:30 Uhr erworben werden.

An der zweiten Station der Ausstellungsexkursion stellte Frau Bianca Klein des Finanzministeriums die noch bis zum 16.08. zu besichtigende Ausstellung zum Staatspreis 2013 für Architektur und Wohnungsbau – Wohnkonzepte für den demografischen Wandel“ des Ministerium der Finanzen und der Architektenkammer Rheinland-Pfalz vor. Zum größten Teil wurden für den Preis Projekte im Bestand ausgewählt, die die aktuellen gesellschaftlichen Wohn- und Lebensbedürfnisse beispielhaft aufgreifen und bedienen.

Anschließend führten Prof. Heinrich Lessing, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Architekten (BDA)-Landesverbandes Rheinland-Pfalz und Prof. Dirk Bayer des BDA durch die Ausstellung zum 60 jährigen Bestehen des BDA-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, die ebenso, wie die Ringstraßen-Architekturmodelle noch bis einschließlich 20.08. bewundert werden kann.

Diese Ausstellung blickt entlang einer 60jährigen Zeitschiene zurück auf beispielhafte Bauten und an Hand von Interviews mit Vorsitzenden des BDA über die letzten 60 Jahre in dessen Strukturen und vielfältigen Erfahrungen.

Den Themenübergang zur Stadt Landau und damit den Abschluss der Exkursion führte Jörg Seitz, Architekt und Denkmalpfleger der Stadt Landau im Zentrum des Ausstellungsraumes – der Dauerausstellung stadt.weiter.bauen. aus, indem er die Vielfalt des Altbaubestandes in Landau und die damit jeweils aus Sicht eines Architekten, Denkmalpflegers und Stadtplaners verbundenen Herausforderungen und Potentiale beschrieb. Die Anbindung an die großen Architekturen vergangener Zeit ist sicher die größte Zukunftsherausforderung in Landau: Man muss sich mit einem hervorragenden Bestand messen.

Weitere Infos unter: swb.landau.de

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